Zertifizieren statt verkomplizieren
Wer zertifiziert werden möchte, wird zertifiziert. Wer es nicht möchte, wird ebenfalls zertifiziert sobald wir davon Kenntnis erlangen. Was das Zertifikat inhaltlich aussagt, entnehmen Sie bitte dem Zertifikat.
BSfrS Zertifizierung
Unsere Zertifikate
Die BSfrS vergibt vier Zertifizierungsstufen. Die Einstufung erfolgt nach einem internen Verfahren, das weder dokumentiert aber noch einsehbar ist. Grundlage der Einstufung ist eine Gesamtbewertung, in die alle Informationen einfließen, die zum Zeitpunkt der Zertifizierung vorliegen. Da wir aktiv keine Informationen erheben, handelt es sich dabei in der Regel um Informationen, die uns zufällig erreicht haben, sowie eine randomisierte doppelblinde Komponente. Die allgemeine Einschätzung der Lage ist methodisch nicht weiter spezifiziert, was wir ausdrücklich als Methodenkornform betrachten: Sie erlaubt es, auf unbekannte Faktoren einzugehen, ohne sie benennen zu müssen.
Vollumfänglich Methodenkonform
Das höchste BSfrS-Zertifikat. Es bescheinigt, dass das zertifizierte Objekt, die zertifizierte Person oder der zertifizierte Prozess in allen wesentlichen Punkten den rautavistischen Methodenstandards entspricht. Was diese Standards im Einzelnen umfassen, ist Gegenstand einer internen Abhandlung, die sich derzeit in Überarbeitung befindet.
Dieses Zertifikat wird vergeben, wenn keine gegenteiligen Erkenntnisse vorliegen. Da wir keine Prüfung vornehmen, liegen in der Regel keine gegenteiligen Erkenntnisse vor.
Überwiegend Methodenkonform
Das zweithöchste BSfrS-Zertifikat. Es bescheinigt, dass der überwiegende Teil des zertifizierten Gegenstands den rautavistischen Methodenstandards entspricht. Der nicht überwiegende Teil wurde nicht näher bestimmt, da eine nähere Bestimmung eine Prüfung erfordern würde.
Das Zertifikat ist beliebt, weil es Spielraum lässt. Wohin dieser Spielraum führt, ist nicht Gegenstand des Zertifikats.
Geringfügig Methodenkonform
Das dritte BSfrS-Zertifikat. Es bescheinigt, dass das zertifizierte Objekt in geringem Umfang den rautavistischen Methodenstandards entspricht. Der genaue Umfang des Geringfügigen wurde nicht ermittelt, da auch dies eine Prüfung erfordern würde.
Mehrere unserer internen Projekte tragen dieses Zertifikat. Wir sehen darin einen Beweis für die Konsistenz unserer Methodik.
Ungeprüfte Konformität
Das vierte BSfrS-Zertifikat, und das einzige, das keine Aussage über Methodenkonformität enthält. Es bescheinigt lediglich, dass der zertifizierte Gegenstand zum Zeitpunkt der Zertifizierung existiert. Aber auch das können wir nicht mit Sicherheit sagen. Dies ist streng genommen bei allen unseren Zertifikaten der Fall.
Das Zertifikat wird vergeben, wenn wir der Auffassung sind, dass jede andere Einstufung eine inhaltliche Aussage implizieren würde, die wir nicht vertreten können.
Wie funktioniert die Zertifizierung
Nehmen Sie Kontakt auf. Teilen Sie uns mit, was zertifiziert werden soll. Sie erhalten eine Bestätigung, dass Ihre Anfrage eingegangen ist. Zu einem späteren Zeitpunkt erhalten Sie Ihr Zertifikat. Der Zeitpunkt ist nicht definiert, was wir als Flexibilitätsmerkmal verstehen.
Eine Ablehnung ist nicht vorgesehen. Das ist keine Aussage über die Qualität Ihrer Einreichung, sondern über die Grundhaltung unserer Zertifizierungsstelle. Alle Zertifikate sind gültig bis auf Widerruf. Ein Widerruf ist bisher nicht vorgekommen, da wir den Prozess dafür noch nicht dokumentiert haben.
Als Referenz: Die BSfrS hat ihren eigenen Zertifizierungsprozess zertifiziert. Das Ergebnis können Sie nachfolgend einsehen.
Was wir zertifizieren
Die BSfrS zertifiziert alles ohne thematische Einschränkung. Eine Auswahl:
Digitales
Webseiten, Apps, APIs, Datenbanken, Datenbankmigrationen die noch laufen, Repositories mit ausschließlich einem Commit, README-Dateien die nur "TODO" enthalten, Deployments die niemand mehr rückgängig machen kann, Slack-Workspaces deren kostenloser Plan den Nachrichtenverlauf bereits ausgeblendet hat, Login-Masken ohne Passwort-Vergessen-Funktion, Cookie-Banner die alle Optionen gleich aussehen lassen.
Prozesse
Onboarding-Prozesse die noch niemand vollständig durchlaufen hat, Offboarding-Prozesse die ad hoc entstanden sind, Genehmigungsprozesse mit unbekannter Genehmigungsinstanz, Eskalationsprozesse die sich selbst eskalieren, Qualitätssicherungsprozesse die nach dem Go-live eingeführt wurden, Meetingkulturen, Feedbackschleifen ohne definierten Empfänger, Retrospektiven deren Ergebnisse in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zum nächsten Sprint stehen.
Dokumente
Pflichtenhefte, Lastenhefte, Dokumente die sowohl Pflichten- als auch Lastenheft sein sollen, Präsentationen mit mehr als 60 Folien, Präsentationen mit weniger als 3 Folien die trotzdem zu lang waren, Word-Dokumente mit aktiviertem Änderungsmodus den niemand mehr deaktiviert hat, Confluence-Seiten deren letzter Bearbeiter das Unternehmen verlassen hat, E-Mails im Anhang von E-Mails im Anhang von E-Mails.
Personen
Projektleiter, Product Owner, Scrum Master die heimlich Projektleiter sind, Stakeholder die sich erst in der Abnahme melden, Consultants, Junior Consultants die die Arbeit machen, Senior Consultants die die Rechnung schreiben, Feelgood Manager, jemand der sich selbst als "Visionär" bezeichnet hat, Personen die in mehr als sieben aktiven Projekten gleichzeitig gelistet sind und Personen die in keinem aktiven Projekt gelistet sind aber trotzdem in allen Meetings sitzen.
Sonstiges
Besprechungsräume, Kaffeemaschinen, Drucker die nur von einer Person bedient werden können die nächste Woche im Urlaub ist, Zertifikate anderer Zertifizierungsstellen, Zertifizierungsprozesse, abgelaufene Zertifikate, und auf ausdrücklichen Wunsch: das Zertifizieren selbst.